Programmieren in Rust
622 Seiten
German
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4.5

Programmieren in Rust

Programmieren in Rust

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Einleitung

Das Buch „Programming Rust“ (in deutscher Übersetzung – „Programmieren in Rust“) von den Autoren Jim Blandy, Jason Orendorff und Leonora Tindall ist einer der maßgeblichsten und tiefgründigsten Leitfäden für die Sprache Rust. Es erschien 2021 (zweite Auflage) und deckt alle wichtigen Sprachfunktionen bis zur Version Rust 2021 ab. Das Buch richtet sich an erfahrene Programmierer, die Rust nicht oberflächlich erlernen möchten, sondern auf einem Niveau, das es ermöglicht, zuverlässigen, leistungsfähigen und sicheren Systemcode zu schreiben.

Worum geht es in diesem Buch

Das Buch beginnt mit den Grundlagen: Installation der Werkzeuge, Syntax, Typsystem. Bereits in den ersten Kapiteln tauchen die Autoren den Leser jedoch in das zentrale Konzept von Rust ein – Ownership und Borrowing. Im weiteren Verlauf werden detailliert behandelt: Lifetimes, intelligente Zeiger, Traits, generische Programmierung, Closures, Iteratoren, Collections, Fehlerbehandlung, Ein-/Ausgabe, Nebenläufigkeit (einschließlich async/await), unsicherer Code und die Interaktion mit C. Jedes Thema wird von praktischen Beispielen und Erklärungen begleitet, warum in Rust genau diese Entscheidungen getroffen wurden.

Für wen ist dieses Buch geeignet

Das Buch richtet sich an Programmierer, die bereits mit C, C++ oder Java vertraut sind. Wenn Sie noch nie programmiert haben, wird der Einstieg mit diesem Buch schwierig sein – die Autoren erklären keine grundlegenden Konzepte wie Schleifen oder Funktionen. Für diejenigen jedoch, die von anderen Systemprogrammiersprachen zu Rust wechseln möchten, ist es das ideale Lehrbuch.

Was der Leser lernen wird

  • Ownership- und Borrowing-System – wie Rust Speichersicherheit ohne Garbage Collector garantiert.
  • Lifetimes – wie der Compiler die Korrektheit von Referenzen überprüft.
  • Traits und Generics – ein leistungsstarkes Abstraktionssystem ohne Overhead.
  • Nebenläufigkeit – wie man sichere Multithread-Programme schreibt.
  • Async/await – asynchrone Programmierung in Rust.
  • Unsafe Rust – wann und wie man die Sicherheitsgarantien umgeht.
  • FFI – Aufruf von C-Code aus Rust und umgekehrt.
  • Testen und Dokumentieren – integrierte Werkzeuge.

Stärken

Der erste und wichtigste Vorteil ist die Tiefe der Darstellung. Die Autoren zeigen nicht nur die Syntax, sondern erklären, warum die Sprache so und nicht anders aufgebaut ist. Beispielsweise beschränkt sich das Kapitel über Lifetimes nicht auf die Elisionsregeln, sondern zeigt, wie der Compiler Lebenszeiten ableitet. Zweitens die Struktur: Das Buch führt logisch vom Einfachen zum Komplexen, jedes neue Thema baut auf den vorherigen auf. Drittens die Beispiele: Sie sind realistisch und stammen oft aus echten Projekten (z. B. Arbeit mit einem JSON-Parser). Schließlich die Aktualität: Die zweite Auflage deckt Rust 2021 ab, einschließlich stabilisierter Funktionen wie const generics und verbessertem async.

Empfehlung

Das Buch ist ein Muss für alle, die Rust ernsthaft in der Produktion einsetzen möchten. Es ist nützlich für Entwickler von Systemsoftware, eingebetteten Systemen, Webdiensten (über async) sowie für diejenigen, die verstehen möchten, wie moderne Programmiersprachen aus Sicht der Speichersicherheit funktionieren. Wenn Sie bereits The Rust Programming Language (das offizielle Buch) gelesen haben und tiefer einsteigen möchten – „Programming Rust“ ist der ideale nächste Schritt.

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