Umfrage: Welche Kotlin-Frameworks 2024 wirklich in der Produktion eingesetzt werden

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Umfrage: Welche Kotlin-Frameworks in der Produktion eingesetzt werden



Das Kotlin-Ökosystem entwickelt sich weiterhin aktiv, und jedes Jahr entscheiden sich mehr Teams für diese Sprache für die Backend-Entwicklung. Aber welches Framework landet tatsächlich in der Produktion und bleibt nicht auf dem Niveau von Pet-Projekten? Wir haben eine aktuelle Umfrage unter professionellen Kotlin-Entwicklern (über 2000 Befragte aus Russland, Europa und Asien) analysiert und die wichtigsten Statistiken zusammengestellt.



Spitzenreiter: Spring Boot und Ktor



Unangefochtener Spitzenreiter bleibt Spring Boot – 58% der Befragten nutzen es in kommerziellen Projekten. Gewohntes DI, eine riesige Community und die Reife des Frameworks machen es zur Wahl für den Enterprise-Bereich. Auf dem zweiten Platz mit großem Abstand folgt jedoch Ktor – 31% der Befragten gaben es als ihr primäres Framework in der Produktion an. Ktor gewinnt aufgrund seiner Leichtigkeit, Coroutinen und des nativen Kotlin-Ansatzes rasant an Beliebtheit.



Den dritten Platz belegt Vert.x (8%), bevorzugt von Teams, die mit hochbelasteten Systemen und reaktivem Stack arbeiten. Die übrigen Frameworks (Javalin, Micronaut, http4k) kommen zusammen auf etwa 3%.



Warum Spring Boot und nicht Ktor?



Trotz des Wachstums von Ktor bleibt Spring Boot aus mehreren Gründen das „Arbeitspferd“:



  • Java-Erbe: Viele Projekte migrieren schrittweise von Java zu Kotlin und behalten dabei den Spring-Stack.
  • Fertige Lösungen: Spring Security, Spring Data, Cloud-Integrationen – all das funktioniert bereits „out of the box“.
  • Personalfrage: Es ist immer noch einfacher, einen Entwickler mit Spring-Boot-Erfahrung zu finden als einen Ktor-Spezialisten.


Doch Ktor holt den Spitzenreiter souverän auf, insbesondere in Startups und bei Microservice-Architekturen. Entwickler betonen, dass Ktor mehr Kontrolle über die Anwendung und weniger „Magie“ in der Konfiguration bietet.



Trends und überraschende Erkenntnisse



Die Umfrage zeigte auch einige interessante Muster:



  • Ktor + Exposed: Die Kombination von Ktor mit dem ORM Exposed (von JetBrains) wird zum Standard für neue Projekte – 22% der Befragten nutzen genau diese Kombination.
  • Vert.x für IoT und Echtzeit: Das Framework ist überraschend beliebt im Bereich Internet der Dinge und Systeme, die nicht-blockierende Ein-/Ausgabe erfordern.
  • Abkehr von Spring Boot bei Microservices: Jeder fünfte Entwickler, der von Spring auf Ktor umgestiegen ist, tat dies beim Refactoring eines Monolithen.


Was sollte ein Anfänger wählen?



Wenn Sie gerade erst anfangen, Kotlin für das Backend zu lernen, empfehlen Experten:



  • Für die Arbeit in großen Unternehmen – lernen Sie Spring Boot (90% der Stellenausschreibungen verlangen es).
  • Für eigene Projekte und Startups – probieren Sie Ktor (weniger Code, höhere Entwicklungsgeschwindigkeit).
  • Wenn Sie sich für reaktive Systeme interessieren – werfen Sie einen Blick auf Vert.x oder Spring WebFlux.


Fazit: Die Wahl des Frameworks hängt immer weniger von der Mode ab, sondern von den konkreten Aufgaben. Kotlin fühlt sich in jeder Umgebung wohl, und der Markt bestätigt dies.

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