JetBrains erweitert die Möglichkeiten von Kotlin: Unterstützung einer neuen Plattform für die Entwicklung

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JetBrains erweitert die Horizonte: Kotlin unterstützt jetzt eine neue Plattform



Das Team von JetBrains, dem Entwickler der beliebten Programmiersprache Kotlin, hat ein wichtiges Update angekündigt. Im Rahmen der Weiterentwicklung des Ökosystems Kotlin Multiplatform (KMP) wurde die Unterstützung für eine neue Plattform — WebAssembly (Wasm) — hinzugefügt. Diese Entscheidung eröffnet Entwicklern die Möglichkeit, Kotlin-Code direkt im Browser mit einer nahezu nativen Leistung auszuführen.



Was ist WebAssembly und warum ist das wichtig?



WebAssembly (Wasm) ist ein binäres Low-Level-Anweisungsformat, das in modernen Browsern mit hoher Geschwindigkeit ausgeführt wird. Bisher wurde für die Webentwicklung mit Kotlin ein Compiler nach JavaScript (Kotlin/JS) verwendet. Dank der Unterstützung von Wasm haben Entwickler nun eine alternative, leistungsfähigere Möglichkeit, Webanwendungen zu erstellen.



Die Unterstützung von WebAssembly ist nicht nur ein technisches Experiment. Es ist ein strategischer Schritt, der es Kotlin ermöglicht, eine stärkere Position im Bereich der Frontend-Entwicklung einzunehmen, in dem bisher JavaScript und TypeScript dominierten.



Die wichtigsten Vorteile der neuen Plattform für Kotlin



  • Leistung: WebAssembly ermöglicht die Ausführung von Code mit nahezu nativer Geschwindigkeit. Besonders auffällig ist dies bei rechenintensiven Aufgaben wie Bildverarbeitung, 3D-Grafik und Simulationen.
  • Vereinheitlichung der Stacks: Entwickler können Geschäftslogik nun einmal in Kotlin schreiben und sowohl auf der Serverseite (JVM/Native) als auch im Browser (Wasm) und auf mobilen Geräten verwenden.
  • Sicherheit: Wasm läuft in einer isolierten Browserumgebung, was die Risiken bei der Ausführung von Drittanbieter-Code reduziert.
  • Anwendungsgröße: Kompilierte Wasm-Module haben eine kompakte Größe, was das Laden von Webseiten beschleunigt.


Wie funktioniert das in der Praxis?



Um mit Kotlin/Wasm zu arbeiten, muss der Entwickler die Build-Tools (Gradle) auf die neueste Version aktualisieren, die Kotlin 1.9.20 und höher unterstützt. In der build.gradle.kts muss lediglich die Zielplattform wasmJs oder wasmWasi (für serverseitige Wasm-Laufzeitumgebungen) angegeben werden. Danach wird der gesamte Kotlin-Code, einschließlich der Standardbibliothek und der Coroutinen, in Wasm-Bytecode kompiliert.



Die Integration mit bestehenden Frontends ist ebenfalls vereinfacht: Kotlin/Wasm kann über spezielle Interop-Brücken mit JavaScript-Code interagieren. Dies ermöglicht eine schrittweise Migration von Teilen der Anwendung auf Wasm, ohne dass eine vollständige Neuschreibung erforderlich ist.



Was bedeutet das für Entwickler und Unternehmen?



  • Kostensenkung: Teams können die Anzahl der verwendeten Programmiersprachen reduzieren, indem sie sich auf Kotlin als einheitliche Sprache für Backend, mobile Anwendungen und jetzt auch für das Web konzentrieren.
  • Schnellere Markteinführung: Die Wiederverwendung von Code zwischen Plattformen beschleunigt die Entwicklung und das Testen.
  • Erweiterung der Zielgruppe: Anwendungen, die über Wasm im Browser laufen, erfordern keine Installation – Benutzer erhalten sofortigen Zugriff auf die Funktionalität.


Die Zukunft von Kotlin und WebAssembly



Die Unterstützung von WebAssembly ist erst der Anfang. JetBrains arbeitet aktiv an der Verbesserung der Debugging- und Profiling-Tools für Wasm-Ziele. Es wird erwartet, dass in zukünftigen Versionen die vollständige Unterstützung für grafische Oberflächen über Compose Multiplatform hinzugefügt wird, was die Erstellung von Webanwendungen mit einem einheitlichen UI-Code für

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