Umfrage: Welche Swift-Frameworks (iOS/macOS) in der Produktion eingesetzt werden
Das Swift-Ökosystem entwickelt sich rasant weiter, und die Wahl des richtigen Frameworks für Produktionsprojekte wird immer verantwortungsvoller. Eine kürzlich von der Swift.org-Community durchgeführte und von großen IT-Unternehmen unterstützte Umfrage unter iOS- und macOS-Entwicklern hat Licht auf die tatsächliche Lage geworfen: Welche Technologien werden wirklich im produktiven Einsatz verwendet und welche bleiben experimentell.
An der Umfrage nahmen über 2500 Entwickler aus 50 Ländern teil. Die Befragten sollten angeben, welche Frameworks sie in der Produktion einsetzen (d. h. in Apps, die im App Store veröffentlicht oder in Unternehmensumgebungen verwendet werden). Die Ergebnisse waren sehr aufschlussreich.
UIKit bleibt König, aber SwiftUI ist ihm dicht auf den Fersen
- UIKit — 87% der Befragten verwenden es immer noch in der Produktion. Das ist nicht verwunderlich: Die riesige Legacy-Codebasis, die Reife des Frameworks und die Unterstützung aller iOS-Versionen machen UIKit für komplexe Oberflächen unverzichtbar.
- SwiftUI — 64% der Entwickler haben es bereits in Produktionsprojekten implementiert. Allerdings verwenden nur 22% SwiftUI als einziges Werkzeug, die anderen kombinieren es über representable-Wrapper mit UIKit.
- AppKit — 31% für macOS. Interessanterweise hinkt SwiftUI für den Desktop (macOS) noch hinterher: Nur 18% verwenden es in der Produktion auf dem Mac.
Netzwerk- und Architektur-Frameworks
Im Bereich der Netzwerkkommunikation und Datenarchitektur zeigte die Umfrage eine klare Trennung:
- URLSession — 93% (das grundlegende Werkzeug, das nicht verschwindet).
- Alamofire — 58% (die Popularität sinkt, wird aber immer noch in großen Projekten verwendet).
- Combine — 41% (das Apple-Framework für reaktive Programmierung verdrängt aktiv RxSwift, das nur noch von 19% verwendet wird).
- The Composable Architecture (TCA) — 27% (rasantes Wachstum: Der Anteil stieg innerhalb eines Jahres um 12%).
Überraschende Favoriten und Außenseiter
Unter den spezialisierten Frameworks ist Swift Charts (Apple) erwähnenswert — 33% der Entwickler verwenden es bereits zur Datenvisualisierung in Apps. SwiftNIO (Server-Side Swift) bleibt hingegen eine Nischenlösung — nur 6% der Befragten setzen es in der Produktion ein, was zeigt, dass Server-Side Swift immer noch nicht im Mainstream angekommen ist.
Die Umfrage zeigte auch, dass Core Data (39%) sich immer noch hält, aber gegenüber SwiftData (11%) und Drittanbieterlösungen wie Realm (7%) oder GRDB (5%) an Boden verliert.
Schlussfolgerungen für Entwickler
Die wichtigste Erkenntnis der Umfrage: Die Ära von reinem UIKit geht zu Ende, aber ein vollständiger Umstieg auf SwiftUI ist noch verfrüht. Die optimale Strategie für die Produktion ist ein hybrider Ansatz. Machen Sie sich unbedingt mit Combine vertraut (es wird zum De-facto-Standard für reaktive Streams) und werfen Sie einen Blick auf TCA, wenn Sie an einer komplexen Architektur arbeiten. Für macOS-Projekte ist es vorerst sicherer, bei AppKit zu bleiben, aber SwiftUI auf dem Desktop gewinnt schnell an Fahrt.
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